Verfahren zur Herstellung von LDS-Prototypen
LPKF ProtoPaint LDS
Das neue Verfahren zur Prototypen-Herstellung im Bereich der Laser-Direktstrukturierung (LDS) ermöglicht die Herstellung von Leiterbahnen auf Kunststoffprototypen. Dabei können individuelle Layoutdaten direkt in einen 3D-Körper umgewandelt werden. Die zeit- und kostenintensive Herstellung eines Spritzgusswerkzeugs entfällt. So entstehen innerhalb weniger Stunden – je nach Komplexität des Bauteils – seriennahe Prototypen.
Das ProtoPaint-Verfahren
Ein beliebiger Körper wird z.B. durch Lasersintern, per Stereolithografie oder durch Fused Deposition Modeling (FDM) in einem 3D-Prototyping-Verfahren erstellt. Hierbei können verschiedene Materialien – wie Keramiken, Kunststoffe und Glas – verwendet werden.

FDM-Bauteil

Stereolithografie-Bauteil

Bauteil mit ungehärtetem Lack

Bauteil mit gehärtetem Lack
Das Bauteil wird mit dem LDS-Zweikomponentenlack aus Grundlack und Härter lackiert. Die Schichtdicke des mehrlagigen Lackes beträgt dabei idealerweise 30-40 µm. Nach der Aushärtung des Lackes findet die Laserstrukturierung des Körpers wie bei herkömmlichen LDS-Spritzgussbauteilen statt. Anschließend wird der dreidimensionale Schaltungsträger nach bekannter LDS-Methode metallisiert.

Lackiertes Bauteil

Laserstrukturiertes Bauteil

Metallisiertes Bauteil
Die Vorteile des ProtoPaint-Verfahrens
Mit dem ProtoPaint-LDS-Lack ist es möglich, innerhalb kürzester Zeit kostengünstig seriennahe Prototypen für die Laser-Direktstrukturierung zu erstellen. Mit diesem innovativen Sprühverfahren können – in der dann folgenden Standard-Prozesskette – vergleichbare Eigenschaften wie bei der Herstellung von Serien-LDS-Bauteilen erreicht werden.
Der Sprühprozess in Bildern